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Camelô
 
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Schwierigkeiten bei der Produktion von „Camelô“

Der Dokumentarfilm Camelô entstand als (fast) No-Budget-Produktion. Sicher kam erleichternd hinzu, dass er während meines Kommunikationsdesign- und Filmstudiums realisiert wurde, was den Zugang zu technischer Ausrüstung betrifft. Zum einem großen Teil wurde das Projekt jedoch sogar ohne das Equipment der Hochschulen und ohne die Möglichkeit eigenes zu erwerben oder anzumieten realisiert. Aus der Not heraus mussten andere Wege gefunden werden.

Vorbildlich in Sachen Talentförderung war hierbei die in Rio de Janeiro und Florianópolis ansässige brasilianische Filmproduktionsfirma Plural Filmes. Während meinem dort erbrachten Praxissemester drohten die Dreharbeiten für meinen Film aus Gründen von themenbedingten Drehumständen und damit verbunden unzureichender Verfügbarkeit der Universitätsfilmausrüstung zu scheitern. Von Anfang des Praktikums an, das in etwa mit dem Beginn der Dreharbeiten zusammenfiel, lieh mir Plural Filmes kleinere fehlende Ausrüstungsgegenstände wie Angel, Mikrofone und ihr DAT-Gerät. Nachdem ich ihnen nach etwa einem halben Jahr von meinen Schwierigkeiten berichtete, erklärt sich sofort bereit mir auch ihre MiniDV-Kamera zu jederzeit zur Verfügung zu stellen, in der sie sie selbst nicht benötigten.

 

Produktionskosten kein Hindernis mehr für alternative Produktionen

Grundsätzlich ist die Filmproduktion in professioneller Qualität durch die rasante technische Entwicklung und die kostentechnisch überschaubaren Zugang zu Kameras und digitalen Nachbearbeitungswerkzeugen leichter geworden. Insbesondere die HDTV-Technik wird dem alternativen Film hier ganz neue Möglichkeiten bieten. Die Produktionskosten stellen also nun kein unüberbrückbares Hindernis zur professionellen Realisierung alternativer filmischer Inhalte dar. Auch die Bedienung der Produktionsmittel ist überschaubar geworden. Was zumeist fehlt ist ein fundiertes theoretisches Fachwissen, sei es bei den zu thematisierenden Inhalten oder auch der kommunikativen filmischen Ebene (Schnitt, Dramaturgie etc.). Aber auch dieses Problem ist relativ leicht zu lösen, wenn sich Menschen verschiedener Fachrichtungen zusammenfinden, die Interesse an alternativen Projekten haben.

 

Vernetzung von Wissen und Erfahrung aus verschiedenen Fachbereichen

Neben dem Aufzeigen und Erklären eines sozioökonomisch relevanten Themas gehörte es auch zum Ziel und der Philosophie des Dokumentarfilms Camelô zu zeigen, dass eine professionelle Arbeit auch ohne großen finanziellen Aufwand zu produzieren ist. Der Film bezieht seine Qualität aufgrund der Zusammenarbeit und Unterstützung die er von Menschen aus den verschiedensten Fachbereichen erhielt. Das Fachwissen aus den Bereichen Film, Kommunikationsdesign, Anthropologie, Sozialwesen, Verwaltungswesen, Wirtschaftswissenschaften und die die Realisation ermöglichten. Und zu guter Letzt war es die unentbehrlich Erfahrung über den Alltag auf den Straßen Rio de Janeiros mit dem mein Assistent Sariguê und die Straßenhändler selbst den Dokumentarfilm überhaupt erst ermöglichten.

 

Ziele des Bereichs „fächerübergreifende Kooperation“

Der Bereich „fächerübergreifende Kooperation“ startet zunächst nur mit dem Angebot zur Kontaktaufnahme und einem Diskussionsforum zum Austausch von Erfahrungen. Ziel ist es jedoch Interessierte oder schon Aktive dazu zu gewinnen diesen Bereich schrittweise zu einer nützlichen Hilfestellung und gegebenenfalls zu einer Kontaktbörse für all diejenigen auszubauen die was zu sagen haben und dies audiovisuell tun wollen.

Übrigens würde ich mich selbst jederzeit sehr gerne für spannende Themen begeistern, um Lösungen zu suchen diese trotz kleiner Budgets visuell hochwertig umzusetzen.

 
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